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Golf-Heldin stürmt beim Heimspiel an die Spitze

Publiziert am
15 Mai 2026
Kategorie

Esther Henseleit (27) lernte das Golfspielen in Norddeutschland. Darum können Regen, Wind und Bibber-Temperaturen die Silber-Heldin der Olympischen Spiele in Paris nicht schrecken – auch wenn sie ihren Lebensmittelpunkt mittlerweile mit Ehemann und Caddie Reece Phillips (36) nach Arizona verlegt hat. Das bewies Henseleit am zweiten Tag der „Amundi German Masters“ (350.000 Euro Preisgeld) auf der Green-Eagle-Anlage vor den Toren von Hamburg.

Bei viel Sonne und einer steifen Brise übernahm die Top-Favoritin beim einzigen deutschen Turnier der Ladies European Tour (LET) im Wind-Lotto mit einer 71er-Runde die alleinige Führung (-9). „Heute war es ein bisschen ein Auf und Ab“, sagte Henseleit nach der Rückkehr ins Klubhaus. „Ich habe wahrscheinlich ein paar Schläge liegen lassen, aber insgesamt habe ich wirklich gut gespielt. Aufgrund des Windes war es definitiv schwieriger als gestern.“

Am 18. Loch landete der Ball nach einem riskanten Schlag auf dem Dach des VIP-Zelts! Die Zeltplane und die VIPs darunter blieben heil – und es ging ohne Strafschlag weiter.

Golf: Wind-Lotto in Winsen: Esther Henseleit stürmt bei den Amundi German Masters an die Spitze

Leonie Harm (28/Stuttgart) spürte den eisigen Hauch der „kalten Sophie“ am eigenen Leib. Nach der ersten Runde auf dem extrem langen Nordkurs in Winsen/Luhe hatte sie das Feld der 132 Frauen angeführt. Freitag benötigte sie auf dem „Grünen Monster“ zehn Schläge mehr als bei ihrem Platzrekord zum Auftakt – und fiel auf den geteilten dritten Platz (-6) zurück. „Mein Putter hat wirklich viel gerettet, damit es nicht noch eine 80 wurde.“

Auch Alexandra Försterling (26) und Chiara Noja (29/Berlin) liegen zur Halbzeit mit sechs unter Par in aussichtsreicher Position, um den zweiten Heimsieg nach 2024 einzufahren. Damals wurde das Turnier noch in Berlin ausgetragen und Försteling konnte sich den Titel sichern. Zwischen die Deutschen spielte sich die Tschechin Sara Kouskova (26) mit einer 66er-Runde auf Platz zwei. „Ich wünschte, jeder Tag könnte so ruhig sein wie heute – ich habe es da draußen wirklich genossen“, sagte sie nach der besten Runde des Tages.

Von 15 gestarteten deutschen Frauen schaffen zehn den Cut und spielen am Wochenende weiter. Henseleit genießt dabei vor allem die Unterstützung der zahlreichen Fans: „Es ist wirklich schön, so viele Zuschauer zu sehen. Ehrlich gesagt, waren es sogar mehr, als ich erwartet hatte. Den Heimvorteil merkt man auf jeden Fall.“ Auch bei Regen, Wind oder Bibber-Temperaturen.

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Foto: Bild.de/Witters

Publiziert am
15 Mai 2026
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